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Lebendiger Pottwal in der Ostsee – tote Wale auf den Kanaren



Ein Pottwal hat sich im Juli in die Ostsee verirrt. Der Wal wurde zuerst nordöstlich von Bornholm gesehen, später an der deutschen Ostseeküste - Gegenden, in die es die tief tauchenden Pottwale sonst nie verschlägt. Warum der Wal sich hier aufhielt, ist unklar. Bei der erneuten Massenstrandung von Walen auf den Kanarischen Inseln Ende Juli hingegen ist man einer Erklärung schon näher. mehr...

 


Im März 2004 fand in Kapstadt (Südafrika) ein internationaler Work-shop zum Thema "Management von Walbeobachtungs-tourismus" statt. Als einziger deutscher Vertreter nahm Fabian Ritter vom M.E.E.R. e.V. an diesem erstklassig besetzten Workshop teil. Seine dortige Präsentation des Projektes M.E.E.R. La Gomera beinhaltete die wissenschaflichen Aktivitäten des M.E.E.R. e.V. als ein "Good Practice" Beispiel für sanften Walbeobachtungstourismus. mehr...

IWC 2004



Im Juli 2004 tagte die Internationale Walfang Kommission (IWC) in Sorrento (Italien), vorausgegangen von den Sitzungen ihres wissenschaftlichen Komitees. Fabian Ritter vom M.E.E.R. e.V. war wieder Mitglied der deutschen Delegation bei der Tagung des Wissenschaftskomitees. Im Whale Watching-Subkommittee wurde unter anderem der Bericht zum Whale Watching Workshop in Kapstadt diskutiert. Weitere Themen waren nationale und internationale Gesetzgebungen zum Walbeobachtungstourismus sowie die aktuellen Forschungen zur Beeinträchtigung von Cetaceenpopulationen durch den zunehmenden Tourismus an vielen Stellen der Welt.

 

Buchempfehlung: WALE BEOBACHTEN


Berlin, 12.11.04. Wal- und Delfinbeobachtung ist zu einem weltweiten Milliardengeschäft geworden. Millionen Menschen gehen inzwischen jedes Jahr auf "Waljagd" mit der Kamera. Dieser boomende Tourismuszweig, obwohl als wirtschaftliche Alternative zum Walfang gepriesen, droht zunehmend selber zum Problem für die Meeressäuger zu werden. Nun ist ein Leifaden erschienen, der dem gewissenhaften Naturfreund die Mittel in die Hand legt, zwischen sanftem und unsanftem Whale Watching unterscheiden zu können. In "Wale beobachten" (der Neufassung des gleichnamigen Klassikers, der seit langem vergriffen war) werden die rasante Entwicklung des neuen Tourismuszweigs "Whale Watching" geschildert und die verschiedenen Typen der Walbeobachtung (vom Boot, von Land, aus der Luft) analysiert. Der Verhaltensbiologe Fabian Ritter, seit vielen Jahren in der Whale Watching-Forschung tätig, beleuchtet eingehend, auf welche Art und Weise Walbeobachtungstouren die Tiere stören oder gar gefährden können – und was man als Tourist oder Bootsführer tun kann, um solch eine Störung zu verhindern. Praktische Tipps helfen, eine Reise zu den Walen gründlich zu planen und vorzubereiten. Außerdem enthält das Buch eine detaillierte Beschreibung der 31 häufigsten Wal- und Delfinarten, die sowohl auf die Biologie der Wale und Delfine eingeht, als auch die artentypischen Merkmale benennt. Daher ist "Wale beobachten" auch als Identifizierungshilfe sehr nützlich. Wertvoll ist darüber hinaus die Darstellung der besten Plätze zur Walbeobachtung in Europa und weltweit, inklusive genauer Angaben zu den anzutreffenden Arten und der Walbeobachtungssaison. Die praktische Anwendbarkeit "vor Ort" und das handliche Format machen dieses Buch zum Muss für jeden Whale Watcher.

Aus dem Inhalt: Was ist Whale Watching? / Geschichte der Walbeobachtung / Fallbeispiele / Whale Watching - auf die sanfte Tour / Worauf muss man als Whale Watcher achten? / Praktische Tipps zur Vorbereitung, Ausrüstung und eigenen Aufzeichnungen / Die 31 häufigsten Wal­arten: Bestimmungsschlüssel mit Zeichnungen vom Blauwal bis zu Flussdelfinen / Die besten Plätze zur Walbeobachtung weltweit: gegliedert nach Kontinenten und Ländern / Literatur- und Internet-Empfehlungen / Glossar.

Über den Autor: Fabian Ritter ist Diplombiologe und studiert seit über 10 Jahren das Verhalten von Walen und Delfinen im Kontext des Walbeobachtungstourismus. Er ist wissenschaftlicher Leiter das preisgekrönten Forschungs- und Bildungsprojektes M.E.E.R. La Gomera. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen und zweier Bücher und setzt sich mit dem Verein M.E.E.R. international für den Schutz der Wale und Delfine ein.

 

Hafenausbau in Vueltas


Seit Jahren wurde über einen möglichen Hafenausbau gesprochen. Man wusste, dass die Gelder von der Europäischen Gemeinschaft bewilligt waren. Zur Jahreswende 2003 begann der Hafenausbau in Vueltas/Valle Gran Rey auf La Gomera. Was zu Anfang nur ein unscheinbares Containerbüro im Eingang des Hafens war, ist mittlerweile zu einer geschäftigen Großbaustelle geworden. Es ist unruhig im Hafenort Vueltas.

 

Es wird viel Material für den Ausbau benötigt. Dafür werden die Geröllhänge unterhalb der großen Felswand in Hafennähe abgetragen. Lastwagen fahren den ganzen Tag bis zum Dunkelwerden, um riesige Mengen Erde und Gestein zum Hafen zu bringen und ins Meer zu kippen. Inzwischen ist eine kleine Zementfabrik auf dem ersten Stück Pier, das dem Meer abgetrotzt wurde, aufgebaut worden. Hier entstehen große Kreuze aus Zement, die als Wellenbrecher und zur Befestigung dienen. Geplant sind eine 200m lange Mole in Richtung Meer und eine 400m lange Mole in Richtung Süden, parallel zur bestehenden Hafenmauer, welche dann das neue Hafenbecken begrenzen.

 

Zur Zeit (Stand Juni 2003) wird jedoch hauptsächlich in die andere Richtung gearbeitet. Richtung Norden (zum Kreisverkehr) ist eine ca. 50 x 40 m Fläche entstanden und der vorherige Schutzwall aus großen Steinen ist teilweise abgesperrt und wird jetzt abgetragen. Er dient als weiteres Material bei dieser Art von Landgewinnung. Auf der gewonnenen Fläche sollen Gebäude entstehen und eine neue Strasse wird von Vueltas direkt zur Mole führen.

 

Die Bauarbeiten dieses ersten Teilabschnittes sollen im Juni 2005, so der kanarische Minister für öffentliches Bauwesen Cordobez bei der Grundsteinlegung, beendet sein.

12, 7 Mio Euro hat die EU für dieses Projekt zur Verfügung gestellt, welches den Bau eines neuen Hafenbeckens, durch das auch die Funktion eines Handelshafens übernommen werden kann, umfasst. Außerdem soll die Zahl der Anlegestellen für Sportboote/Yachten erhöht und Anleger für Fähren und das Hydrofoil, die Schnellfähre geschaffen werden.

 

Vor allem aber ist ein starker Zuwachs nicht nur an Boots- und Fährenverkehr, Liegeplätzen für Yachten, sondern auch an Freizeitaktivitäten wie Jet- und Wasserski zu erwarten. Das Valle Gran Rey soll sich zu einem Anziehungspunkt für Urlauber in großem Stil entwickeln. Die Inselregierung hat den Ausbau dieses kombinierten Handels-, Sport und Fischerhafen äußerst begrüßt.

 

In der zweiten Bauphase sollen auf dem neugewonnenen "Land" Parkplätze, Ladenlokale, ein Passagierterminal und der "Club Náutico" entstehen. Dieser zweite Bauabschnitt scheint allerdings finanziell noch nicht abgesichert zu sein. Man erhält die unterschiedlichsten Aussagen, wenn man Einheimische zum Hafenausbau befragt und könnte den Eindruck bekommen, dass eine gewisse Planlosigkeit herrscht.

 

Durch den Ausbau des Hafens von Vueltas im Valle Gran Rey, dem Ausgangshafen unserer Whale Watching-Touren/Forschung, kommt es zu einer direkten Störung der Ökologie, wovon mehrere ausgewiesene Schutzgebiete (Natura 2000) sowie die küstennah lebenden Delphine (insbesondere Große Tümmler) betroffen sind. Schon jetzt muß von einer starken Lärmbelästigung für Meeressäuger ausgegangen werden.

 

Durch den Hafenausbau ist unsere Arbeit und unser Ziel, ein Meeresschutzgebiet im Südwesten La Gomeras zu etablieren, um so notwendiger geworden, da ein größerer Hafen, bzw. mehr Touristen im Valle Gran Rey mehr Ausflugsschiffe und weitere Boote mit Whale Watching-Lizenzen mit sich bringen wird bzw. werden. Dadurch sind die Meeressäuger vor La Gomera wachsenden Störungen ausgesetzt.

 

Wir wollen JETZT mehr denn je präsent sein,

damit es auch in Zukunft ein sanftes,

respektvolles und reguliertes Whale Watching

an der Südwestküste La Gomeras geben wird.

 

Eine unserer konkreten Maßnahmen wird es sein, im Herbst 2003 erneut mit den zuständigen Behörden auf Teneriffa und La Gomera – z.B. der Umweltbehörde der Kanarischen Regierung Gobierno de Canarias Viceconsejeria de Medio Ambiente – zu verhandeln.

 

SPRINGTIME RESEARCH 2004 !


M.E.E.R. e.V. stellt Ihnen hiermit das SPRINGTIME RESEARCH Programm vor - ein neuer Weg, die Wale und Delphine der Kanarischen Inseln kennen zu lernen. Dies ist eine außerordentliche Gelegenheit, Ihr Wissen über die Cetaceen Gomeras und der Kanaren zu vertiefen, noch dazu auf solch schöne Art und Weise!

 

M.E.E.R. führt seit Jahren Forschungen an Bord kleiner Whale Watching Boote vor La Gomera durch. Außerdem bieten wir seit 2000 verhaltensbiologische Praktikumskurse an. Diese spezielle Form der Forschung hatte immer einen Nachteil: wir konnten nicht weiter als 5 Meilen von der Küste weg. Aber was geht da draußen vor sich? Diese Frage hat uns schon immer beschäftigt.

 

Mit dem neuen SPRINGTIME RESEARCH wollen wir diese Lücke füllen und uns genauer umschauen im "Reich des Pottwals". Wir wollen also unsere Grenzen erweitern und mehr herausfinden über die Cetaceen der Hochsee der Kanarischen Inseln.

 

Für das erste Springtime Research nimmt der M.E.E.R. e.V. ab sofort Buchungen entgegen.

 

Die Teilnehmer werden auf einem 40m-Segelschiff untergebracht. Die wissenschaftliche Betreuung, ein grundlegendes Training zur Datenaufnahme, Verhaltensbeobachtungen und Foto-Identifikation sowie ein Teilnahmezertifikat sind inbegriffen. Der Preis von 799.- Euro enthält darüber hinaus eine Spende an M.E.E.R. Startpunkt der Reise ist Teneriffa (Kanarische Inseln). Sprachvorraussetzungen: Englisch !

 

Weiter Informationen finden sie in der ausführlichen Info-Broschüre, die wir gerne per E-mail zusenden.

 

Englische Version

Naturverträgliche Walbeobachtung – Gewußt wie!


Gemeinsame Pressemitteilung von: M.E.E.R. e.V. (Berlin), Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD, München) und Deutsche Umwelthilfe (DUH, Radolfzell)

 

Informationskampagne für Touristen und Reiseanbieter zum naturverträglichen Whale Watching gestartet.

 

Berlin, 02.02.2004 - "Es muss unbedingt verhindert werden, dass der Walbeobachtungstourismus zu einer zusätzlichen Belastung für die Meeressäuger wird, denn der Druck auf die natürlichen Populationen ist durch die wachsende Verschmutzung und Überfischung der Meere bereits sehr groß", warnt Fabian Ritter, Biologe der Wal- und Delfinschutzorganisation M.E.E.R. aus Berlin. Deswegen hat M.E.E.R. eine neue Kampagne zur Einhaltung von Kriterien für sanftes und naturverträgliches Whale-Watching gestartet. Ab sofort können sich Reiseanbieter, Tourenveranstalter und Touristen im Bereich Tourismus umfassend über ökologisch verträgliche Wal- und Delfinbeobachtung informieren. "Wir wollen damit sowohl den Unternehmen als auch den Touristen das Werkzeug in die Hand legen, um bewusst und aufgeklärt ihre Entscheidungen für eine Reise zu den Tieren zu treffen. Denn nur so lässt sich der dringend notwendige Schutz der Meeressäuger mit einer Begegnung in freier Wildbahn in Einklang bringen", erklärt Ritter.

 

Verbraucherschutzministerin Renate Künast stellte anlässlich der Eröffnung der Tagung der Internationalen Walfang-Kommission im Sommer 2003 in Berlin fest: "Die einzige zu rechtfertigende Jagd auf Wale ist die mit der Kamera". Das Geschäft mit den sanften Riesen und flinken Delfinen wuchs jedoch in den vergangenen zehn Jahren schneller als jeder andere Sektor des Naturtourismus mit zum Teil drastischen Folgen: Vielerorts bedrängen zu viele Boote die Tiere, ihr natürliches Verhalten wird gestört, und sie leiden unter Stress.

 

„Informationen über naturverträgliche und tiergerechte Wal- und Delfinbeobachtung musste man sich bislang mühsam anlesen oder intensiv danach recherchieren“, bemängelt Fabian Ritter. Die Kampagne, die von der Deutschen Umwelthilfe und der Gesellschaft zur Rettung der Delphine unterstützt wird, macht wichtige Informationen jetzt auf einfache Art und Weise einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. "Erstmalig hat man jetzt alle Aspekte, an denen sich Walbeobachter und Veranstalter orientieren können, auf einen Blick", betont Ritter. Das Ziel sind gut informierte Walbeobachter, die die Bedingungen im Zielland bereits vor der Reise unter die Lupe nehmen und zwischen ökologisch verträglichen und schädlichen Touren unterscheiden können. Im Idealfall werden sie dabei auch durch die Reiseveranstalter unterstützt.

 

Auf den Kanarischen Inseln betreibt M.E.E.R. bereits seit Jahren ein Modellprojekt zur Kooperation zwischen Reiseunternehmen und Schutzorganisationen. Dabei werden Whale Watching-Touren mit solider Aufklärungsarbeit, wissenschaftlichen Studien und fachlich fundierten Studienreisen verknüpft. Dieses Modellprojekt wurde mit der internationalen Umweltauszeichnung "Tourismus und Umwelt 2001" geehrt, die seit 1987 vom Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalter Verband (DRV) vergeben wird.

 

Der gemeinnützige Verein M.E.E.R. mit Sitz in Berlin ist eine Partnerorganisation der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD, München) und der Deutschen Umwelthilfe (DUH, Radolfzell) und setzt sich zum Schutz der Wale und Delfine und ihrer Lebensräume ein. Ein Schwerpunktthema ist dabei der nachhaltige und tierverträgliche Wal- und Delfinbeobachtungstourismus.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema im Bereich Tourismus

 

 


Letzte Aktualisierung:  04.12.2006 - 09:34 Uhr
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